Leitungswasser: 400. Gefiltertes Wasser: 12. Wer einmal mit einem TDS-Stift vor und hinter einer Umkehrosmose-Anlage gemessen hat, vergisst diesen Moment nicht. Die Zahl zeigt schwarz auf weiß, wie viel deine Anlage aus dem Wasser holt.
Aber was misst so ein Stift eigentlich? Und was nicht? Hier erfährst du, wie du das Gerät richtig nutzt – und warum es eine ehrliche Antwort auf die Frage gibt: Arbeitet meine Anlage?
Was das Gerät tatsächlich misst
TDS steht für „Total Dissolved Solids“, gelöste Feststoffe. Gemessen wird die elektrische Leitfähigkeit des Wassers in µS/cm. Das Gerät rechnet sie mit einem festen Faktor in ppm (mg/l) um. Grob gilt: 1 µS/cm entspricht etwa 0,5–0,7 ppm.
Strom leiten Stoffe, die im Wasser als geladene Teilchen vorliegen: vor allem Calcium, Magnesium, Natrium, Kalium, Chlorid, Sulfat, Hydrogencarbonat und Nitrat. Der TDS-Wert zeigt also, wie viele gelöste Salze und Mineralien im Wasser sind.
Der perfekte Funktionstest für deine Umkehrosmose
Eine Umkehrosmose-Membran hält gelöste Salze sehr zuverlässig zurück. Deshalb ist der TDS-Stift das einfachste Werkzeug, um zu sehen, ob deine Anlage arbeitet:
- Leitungswasser messen, zum Beispiel 400 ppm.
- Gefiltertes Wasser messen, zum Beispiel 12 ppm.
- Rückhalterate berechnen: (400 − 12) ÷ 400 = 97 %.
- Alle paar Monate wiederholen. Steigt der Wert im Filterwasser deutlich, ist ein Filterwechsel fällig.
- Mit Mineralisierung: Nach der Mineralisierungskartusche steigt der Wert wieder leicht an. Das ist gewollt und zeigt, dass die Kartusche arbeitet.
Kein anderes Haushaltsfiltersystem liefert so einen sichtbaren Beweis: Bei Aktivkohle- oder Kannenfiltern bleibt der TDS-Wert nahezu gleich, weil sie gelöste Stoffe gar nicht entfernen.
Was ein TDS-Gerät nicht erkennt
Damit du nicht in die Falle tappst, in die viele tappen:
- Ungeladene Stoffe: Viele Pestizide, Medikamentenrückstände und Hormone leiten keinen Strom und tauchen im Messwert nicht auf.
- Spurenstoffe: PFAS kommen in Nanogramm pro Liter vor. Ein TDS-Stift misst in Milligramm – eine Million Mal gröber.
- Partikel und Keime: Mikroplastik, Bakterien und Viren verändern den Leitwert praktisch nicht.
Heißt: Ein niedriger TDS-Wert im Leitungswasser bedeutet nicht automatisch sauberes Wasser. Und ein hoher Wert bedeutet meist nur hartes, mineralreiches Wasser. Dass eine Umkehrosmose-Membran auch die Stoffe zurückhält, die der Stift nicht sieht, zeigen Laborprüfungen – der TDS-Stift zeigt dir, dass die Membran im Alltag arbeitet.
Was der Leitwert über Leitungswasser sagt
Die Trinkwasserverordnung führt die Leitfähigkeit als Indikatorparameter mit 2.790 µS/cm bei 25 °C (TrinkwV, Anlage 3). Der Wert soll auffällige Veränderungen anzeigen – er ist kein Maß für Schadstoffe.
Wann du ein Labor brauchst
Wenn du wissen willst, was konkret in deinem Wasser steckt – etwa bei alten Hausleitungen (Blei, Kupfer), einem eigenen Brunnen (Nitrat, Keime) oder dem Verdacht auf PFAS –, hilft nur eine Laboranalyse. Einen ersten Überblick gibt die Analyse deines Wasserversorgers.
Messbar besseres Wasser: Luuvo und Kaaro
- Luuvo – bis zu 180 Liter pro Stunde, 5 Filterstufen, nur 15 cm breit. 1.499 €.
- Kaaro – 96 Liter pro Stunde, 4 Filterstufen, kompakt. 1.200 €.
Beide ohne Vorratstank, mit werkzeuglosem Filterwechsel, 2 Jahren Garantie und Service aus Deutschland.
Schick uns deinen TDS-Wert oder die Analyse deines Versorgers – wir sagen dir, was eine Anlage bei deinem Wasser bringt. Kostenlose Beratung buchen oder direkt die Filter vergleichen.
Häufige Fragen
Welcher TDS-Wert ist gut für Osmosewasser?
Typischerweise liegt Osmosewasser im einstelligen bis niedrigen zweistelligen ppm-Bereich, je nach Leitungswasser. Wichtiger als die absolute Zahl ist die Rückhalterate.
Warum zeigt mein Mineralwasser einen hohen TDS-Wert?
Weil es viele gelöste Mineralien enthält. Genau dafür wird es gekauft.
Kann ich mit dem TDS-Stift PFAS messen?
Nein. PFAS liegen weit unter der Messgrenze. Dafür braucht es eine Laboranalyse.

